Auch bleibt unverkennbar, dass die Berufe vieler migrantischer Menschen ersterGeneration, sei es in der Selbstständigkeit, der reproduktiven Arbeit oder im Dienstleistungsbereich, stets durch  (Selbst-)Ausbeutung, Verdrängung und Unsichtbarkeit gekennzeichnet sind. Denn egal wie langwierig und hart der Kampf in und durch den Arbeitsmarkt ist, es existieren unsichtbare Strukturen, die eines immer wieder begünstigen: dass marginalisierte Gruppen marginalisiert und prekär lebend bleiben.

Wie können wir diesen Strukturen benennen und sichtbarer machen? Und wie können wir als Betroffene, Kinder von Betroffenen und Verbündete dagegen angehen? Wie können wir für eine feministische (Arbeits-)Welt kämpfen, befreit von ausbeuterischen und unterdrückerischen Verhältnissen? Dies sind Fragen, denen wir nicht mehr länger aus dem Weg gehen können, da wir endlich anerkennen müssen, dass Migration schon immer Teil der Gesellschaft war und auch in Zukunft als normaler und bereichernder Bestandteil der kollektiven Geschichtsschreibung bleiben wird.